03. Oktober 2018

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Eine Erfolgsgeschichte feiert Jubiläum


Gruppenfoto: Die Verantwortlichen des Sparkassen Münsterland Giro.2015 nach der Pressekonferenz in Emsdetten. Foto: Kreis SteinfurtMünster – Eine Erfolgsgeschichte feiert Jubiläum: Wenige Tage vor dem Start für die zehnte Austragung des Sparkassen Münsterland Giro haben die Verantwortlichen selbstbewusst Zwischenbilanz gezogen: «Rückblickend wie im Blick voraus kann man sagen, Mut für neue Ideen hat sich ausgezahlt, Mut für neue Ideen zahlt sich aus», so Markus Lewe, Oberbürgermeister von Münster im Rahmen der Pressekonferenz zum Stand der Vorbereitung für das Rennen. Er könne sich noch gut erinnern, so Lewe, wie man in den Anfangsjahren für das Projekt belächelt worden sei, «jetzt ist aus dem Lächeln ein breites Lachen geworden.» Gleichzeitig nehme man aus diesen zehn Jahren mit, was man gelernt habe, eben Mut zu neuen Ideen: «Es gibt da noch einiges, was wir mit dem Sparkassen Münsterland Giro in der Region bewegen können. Das macht Spaß und natürlich auch größte Vorfreude auf den 3. Oktober», kündigte Lewe an.

Neben dem Image trage die Stadt und die Region auch einen immensen wirtschaftlichen Vorteil durch das Event davon: «Auf Heller und Pfennig oder auf Euro und Cent lässt sich der Gewinn natürlich nicht beziffern – und ihm stehen ja gemeinsam mit unseren Sponsoren und Partnern natürlich auch Investitionen gegenüber. Aber nach unseren Untersuchungen sind diese Investitionen sehr sehr gut angelegt, ist dieser Aufwand, den die Verantwortlichen mit einer zum Teil wirklich detailverliebten Arbeit treiben, auf jeden Fall gerechtfertigt. Der Sparkassen Münsterland Giro ist auch wirtschaftlich ein Erfolgsprojekt», so Lewe, der weiterhin offensiv für einen Start der Tour de France in der Region wirbt. «Jede erfolgreiche Austragung des Sparkassen Münsterland Giro unterstreicht auch unsere Ambitionen für mehr.» Eigene sportliche Ambitionen hegt Lewe für den 3. Oktober in diesem Jahr aber nicht: «Ich werde sicherlich mit dem Rad  zur Veranstaltung kommen – aber der Wahlkampf hat leider kein geregeltes Rennradtraining zugelassen. Meine nächste Teilnahme am Rennen muss ich wohl auf 2016 verschieben», so Münsters frisch im Amt bestätigtes Stadtoberhaupt.

Damit nicht nur in Münster sondern auch entlang der Strecken, die in diesem Jahr mehrheitlich durch den Kreis Steinfurt führen, alles funktioniert, laufen auch die Vorbereitungen in den beteiligten Städten und Gemeinden bereits auf Hochtouren. «Dabei hilft natürlich, dass wir insbesondere in Sachen Streckensicherung auch die Erfahrung der vergangenen Jahre zurückgreifen können», so Thomas Kubendorff, Landrat im Kreis Steinfurt. «Mit einem Termin in Telgte in unserem Nachbarkreis Warendorf hat in der vergangenen Woche bereits die Reihe der ausführlichen Schulungen für unsere Helfer und Streckenposten begonnen – wie ich gehört habe in dieser Form ein einmaliges Schulungsprogramm in Deutschland, das wieder unterstreicht, mit welchem Einsatz an dieser Veranstaltung gearbeitet wird.» Profis wie Hobbysportlern verspricht Kubendorff für den 3. Oktober eine spannende wie anspruchsvolle Strecke: «Zuerst einmal muss man natürlich sagen, nicht die Strecke macht das Rennen schwer, es sind eher die Rennfahrer. Und so ganz leicht haben sie es sich eigentlich hier bei uns im Münsterland nie gemacht. Einmal der Wind und dann verschiedene stark besetzte Ausreißergruppen haben doch ganz schön für Spannung und Furore gesorgt. Das wird – hoffentlich – in diesem Jahr nicht anders. Die Streckenführung begünstigt dabei sicherlich die Ausreißer, die bei der Berg- und Talfahrt auf der Runde durch den Teuto aber einiges an Abstand zwischen sich und das Feld legen sollten. Nach Münster geht es, so ist nun einmal die Topographie hier, halt dann doch relativ lange flach dahin.»

Für Markus Schabel, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Münsterland Ost, ist der Sparkassen Münsterland Giro.2015 mit seiner besonderen Mischung inzwischen Teil der münsterländischen Identität geworden. «Das Rennen ist eine Erfolgsgeschichte für sich, die vom herausragenden Profiradsport genauso lebt wie vom großartigen Engagement der vielen radsportbegeisterten Menschen in der Region», so Schabel. «Der Sparkassen Münsterland Giro wird wieder ein Erlebnistag für alle Sportbegeisterten und die gesamte Familie.»

Ganz besonders im Mittelpunkt des Interesses steht dabei auch der Startort Ibbenbüren. «Vielleicht nicht geographisch, aber sportlich», so Rainer Langkamp, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Steinfurt. «Wir freuen uns sehr auf den Start. Der Kirchplatz Ibbenbüren bietet eine atmosphärisch sehr schöne Kulisse und die zweimalige Durchfahrt direkt durch die Innenstadt mit einigen leichten bis engen Kurven wird spannend. Außerdem kommen kurz vor dem Start der Profis ja auch die Hobbyfahrer auf der Langstrecke durch Ibbenbüren, die wir natürlich auch unterstützen werden.» Dazu verspricht Langkamp den Radsportlern Samba-Beat. «Wer dann seinen Rhythmus findet, kommt auch gut über den Teuto.»

Aktuell sind es 21 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich zum 3. Oktober für die Langstrecke um den «Cup der LBS» entschieden haben. «Traditionell fährt mit 43 Prozent die Mehrheit auf der mittleren Distanz um den ,Cup der Westfälischen Provinzial Versicherung‘», erläuterte Cornelia Wilkens, Dezernentin für Soziales, Integration, Kultur und Sport der Stadt Münster. Auf die Kurzstrecke um den «Cup der Sparkasse Münsterland Ost» entfallen damit 36 Prozent. «Insgesamt liegen wir im Vergleich zum Vorjahr damit 180 Teilnehmer oder 5,6 Prozent im Plus», so Wilkens. Insgesamt verteilen sich die Anmeldungen dabei auf ganz Deutschland: «Ein Schwerpunkt der Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommt zwar aus dem Münsterland und auch aus Münster – das ist für uns auch enorm wichtig, weil es zeigt, wie sehr das Herz dieser Veranstaltung eben auch genau hier schlägt und wie groß die Begeisterung für den Sparkassen Münsterland Giro.2015 gerade hier in der Region ist», so Wilkens. «Auf der anderen Seite reisen über 25 Prozent aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer mehr als 200 Kilometer an, um am 3. Oktober dabei zu sein – über zehn Prozent sogar mehr als 250 Kilometer.» Insgesamt sind für den Sparkassen Münsterland Giro.2015 aktuell Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus zehn Nationen gemeldet: «Trotz der Nähe zu Radsport-Kernmärkten in den Niederlanden und in Benelux tun wir uns ja traditionell etwas schwer mit internationaler Kundschaft – was aber einfach mit dem Termin unseres Rennens zu tun hat. So perfekt, wie der 3. Oktober für uns ist, so unglücklich ist er halt oft für unsere Nachbarn – die haben am Tag der Deutschen Einheit halt nicht frei.» Anmeldungen liegen den Organisatoren derzeit aus den Niederlanden, aus Belgien, Großbritannien, den USA, der Schweiz, Schweden, Österreich, Luxemburg und Italien vor.

Diese können sich für den 3. Oktober auf eine kleine Jubiläums-Ausstellung freuen. «Wir werden unter anderem in Form von Plakaten einen kleinen Rückblick auf zehn Jahre Sparkassen Münsterland Giro werfen», kündigte Organisationsleiter Rainer Bergmann an. Außerdem soll es auf der Video-Wand Rückblicke in bewegten Bildern und ein Jubiläums-Shirt geben. «Ein weiteres ,Jubiläums-Projekt‘ ist für uns das so genannte ,Polio-Race‘», so Bergmann. Dabei können Teilnehmerinnen und Teilnehmer kostenlos in den Jedermannrennen starten – verpflichten sich aber gleichzeitig, Spenden zu sammeln.

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