03. Oktober 2018

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Cavendish führt Startliste für den 3. Oktober an


Marc Cavendish jubelt auf der sechsten Etappe der Tour de France. Foto: PixathlonMünster – Die Favoritenfrage für den Sprint ist klar: Mark Cavendish will‘s wissen. Bei seiner Premiere im Münsterland werden wohl alle Augen auf den britischen Top-Sprinter gerichtet sein. «Damit wird unser Rennen zum Jubiläum um eine Attraktion reicher», so Organisationsleiter Rainer Bergmann. Dafür müssen mit André Greipel und John Degenkolb zwei seiner aus deutscher Sicht größten Konkurrenten passen. Trotzdem kann sich der 26-fache Etappensieger der Tour de France, kommt es am 3. Oktober am Schlossplatz Münster zum Sprint, auf ein spannendes Duell einstellen. «Es gibt da einige im Feld, die nichts dagegen haben, dem Superstar das Nachsehen zu geben», so Bergmann. Unter anderem will dabei der Ire Sam Bennett vom deutschen Team BORA-Argon 18 ein Wörtchen mitreden, der in dieser Saison bereits mehrfach sein Ausnahmekönnen unter Beweis gestellt hat. «Aber erst einmal müssen die Sprinter überhaupt zum Zuge kommen», so Bergmann. Mit dem Rundkurs durch den Teutoburger Wald ist diese zehnte Austragung des Sparkassen Münsterland Giro wie gemacht für Ausreißer.

Zwei, die ganz genau wissen, wie sie den Sprintern einen Strich durch die Rechnung machen können, fahren mit Paul Martens und Jos van Emden beim niederländischen Team LottoNL-Jumbo. Van Emden ist neben den deutschen Tour-Etappensiegern Marcel Kittel und André Greipel der einzige Fahrer, der den Sparkassen Münsterland Giro bereits zwei Mal für sich entscheiden konnte. «Beide gehören zu den Favoriten für den 3. Oktober, ohne Zweifel. Aber ich glaube, da gibt es auch noch einige, die würden dieses Rennen gerne zum ersten Mal gewinnen. Gerade unsere Münsteraner Kollegen Fabian Wegmann und Linus Gerdemann: Beide standen schon einmal auf dem Podium in Münster, aber eben nur für Berg- oder Sprintwertung und nie für einen Platz unter den Top-Drei. Und ich weiß, dass sie viel dafür geben würden, das mal zu ändern. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg – auch wenn das Rennen der Profis mit nur 180 Kilometern in diesem Jahr das kürzeste in der Geschichte sein wird hier in Münster», so Bergmann.

Mark Cavendish kann sich in der Vorbereitung auf einen möglichen Sprint nicht nur auf ein Team in Bestbesetzung, sondern auch auf Star-Unterstützung verlassen. Angeführt wird die belgische Equipe Etixx Quick-Step neben «Cav» vom mehrfachen Zeitfahr-Weltmeister und Tour-Etappensieger Tony Martin. Ein Wiedersehen gibt es in diesem Team auch mit dem Belgier Guillaume van Keirsbulck, der schon als Junior im Münsterland überzeugt hat. Ob sich Cavendish, Weltmeister des Jahres 2011, auch auf das Duell mit Marcel Kittel freuen kann, ist derzeit noch offen. Der achtfache Etappensieger der Tour de France steht noch auf der Reserveliste seines Teams. «Das Team Giant-Alpecin braucht Kittel auch noch dringend bei einem parallel laufenden Rennen, hat uns der Team-Manager erklärt – eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen.»

Cavendish musste am Samstag auf der sechsten Etappe der Tour of Britain zwischen Stoke-on-Trent und Nottingham zwar nach einem Sturz verletzt aufgeben, «aber er wird die Weltmeisterschaften fahren, seine Schulterverletzung dürfte also für den 3. Oktober kein Problem darstellen», so Bergmann. Vorjahressieger André Greipel hat wegen einer Terminüberschneidung dagegen ebenso abgesagt wie John Degenkolb, im Frühjahr Sieger der Klassiker von Roubaix und San Remo. Der 26-Jährige hängt nach den Weltmeisterschaften, die am Wochenende vor dem Sparkassen Münsterland Giro.2015 in Richmond, USA, stattfinden, noch ein paar Tage Verwandschaftsbesuch in Amerika dran. «Schade, wir hätten natürlich beide gerne am Start gesehen», so Bergmann. «Nach den Sticheleien von Greipel im vergangenen Jahr haben wir gerne noch ein paar mehr Berge eingebaut – da haben wir ja kein Problem mit. Und Fabian Wegmann hat die Strecke abgenommen. Schade, dass André Greipel jetzt kneift. Da haben wir auf jeden Fall noch eine Rechnung offen jetzt», so Bergmann.

Erstmals findet der Sparkassen Münsterland Giro in diesem Jahr in der höchsten Kategorie «HC» statt – der höchsten Kategorie unterhalb von Rennen wie der Tour de France. Um so heißer wird der Sieg am 3. Oktober umkämpft sein – ein Plus an Spannung, so sieht es Bergmann: «Je weniger einige Top-Teams das Rennen für ihre Sprinter kontrollieren können, desto abwechslungsreicher könnte der 3. Oktober werden – und ich freue mich drauf.» Auf einen Favoriten wollte sich Bergmann allerdings noch nicht festlegen: «Auf dieses Spiel lasse ich mich lieber nicht ein. Aber wir haben sicher nichts dagegen, wenn unsere Münsteraner Fahrer Fabian und Linus eine gewichtige Rolle spielen und den richtigen Weg finden, auch am Ende vorne zu sein. Und mit Daniel Westmattelmann, der am Wochenende das Zeitfahren der Rad-Bundesliga gewonnen hat, haben wir ja noch einen weiteren spannenden Münsteraner im Feld.»

Vorläufige Startliste des Profirennens (pdf-Datei, 0,1 MB)

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