03. Oktober 2018

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«Wer gewinnen will, muss an Marcel Kittel vorbei»


Der vierfache Tour-Etappensieger Marcel Kittel ist Favorit für Münster. Foto: PixathlonMünster – Die Favoritenfrage ist geklärt: Marcel Kittel, in diesem Sommer mit vier Etappen bei der Tour de France erfolgreich, geht als Sieger der Rennen 2011 und 2012 und damit als Titelverteidiger am 3. Oktober nicht umsonst mit der Startnummer 1 ins Rennen. «Er wird der Mann sein, den es zu schlagen gilt», so Rainer Bergmann, Organisationsleiter des Sparkassen Münsterland Giro.2013 im Rahmen der letzten Pressekonferenz zur Vorbereitung auf das Rennen beim Blick auf die Startlisten. «Aber wer seine Auftritte in den vergangenen Jahren gesehen hat, ob bei Sonne oder bei Regen, der weiß auch, dass das verdammt schwer wird, zumal der 25-Jährige mit einer erstklassig besetzten Mannschaft kommt», so Bergmann. Unter anderem stehen mit dem Franzosen Thierry Hupond der Dritte des Sparkassen Münsterland Giro.2009 und U23-Vizeweltmeister Patrick Gretsch im Argos-Shimano-Aufgebot, der vor seinem Wechsel zum Ag2r La Mondiale im Münsterland seinen Abschied geben wird.

Im Trikot des belgischen Teams Omega Pharma – Quick-Step kommt auch Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin erneut ins Münsterland. «Wenn alles klappt, wird es sein erstes Rennen nach dem Titel in Florenz», so Bergmann. Das Einzelzeitfahren der Männer mit Top-Favorit und Tour-Etappensieger Tony Martin findet am Mittwoch, 25. September statt. «Klar, dass wir dafür alle Daumen drücken», so Bergmann. Das Duell der derzeit schnellsten deutschen Sprinter fällt dagegen aus. Mit dem Team Lotto-Belisol kommt zwar die Mannschaft des Tour-Etappensiegers André Greipel, der 31-Jährige verzichtet aber auf das Kräftemessen mit Kittel. «Die genaue Besetzung hat die Mannschaft noch nicht bekannt gegeben», sagt Bergmann, «aber zum Beispiel Marcel Sieberg, im Münsterland bereits 2006 Dritter, wäre ein Kandidat für das Podium.» Von denen gleich mehrere hat das Belkin Pro Cycling Team für den Tag der Deutschen Einheit gemeldet. Neben dem Deutsche Meister von 2011 und Dritten des Sparkassen Münsterland Giro.2011, Robert Wagner, stehen mit Jos van Emden und Paul Martens die Sieger der Jahre 2007 und 2006 im Aufgebot der niederländischen Mannschaft. «Das spricht für sich. Im Sprint wird es in jedem Fall schwer gegen Fahrer wie Kittel, aber die achte Auflage unseres Rennens wäre nicht die erste, die ein Fall für Ausreißer werden könnte», so Bergmann. Auch das Vacansoleil-DCM Pro Cycling Team dürfte dabei ein gehöriges Wörtchen mitreden – ähnlich wie das Team NetApp-Endura, das nach den Erfolgen bei der Vuelta mit unglaublichem Selbstvertrauen ins Münsterland reisen kann. «Deutsche Rennen haben für uns immer einen enormen Stellenwert», so Ralph Denk, Manager des höchstrangigen deutschen Teams. «Während unser Vuelta-Team nach drei Wochen Höchstleistung eine Pause macht ist die Klassiker-Fraktion heiß darauf, an den Etappensieg in Spanien einen weiteren Erfolg anzuschließen.» Bisher hat es das Team NetApp-Endura im Münsterland noch nicht auf das Podium geschafft – im vergangenen Jahr konnte Jan Barta allerdings die Sprintwertung für sich entscheiden.

Aus der Kategorie «ProContinental» stehen außerdem die Mannschaften Crelan-Euphony und Topsport Vlaanderen-Baloise aus Belgien sowie das Team CCC Polsat Polkowice aus Polen in der Startliste für den Sparkassen Münsterland Giro.2013. «Alles Teams, die sich traditionell nicht verstecken, sondern ein Rennen schnell, schwer und spannend machen könnten», so Bergmann. Ähnliches wünschen sich die Organisatoren auch von der Nationalmannschaft Deutschland, die von Lokalmatador Fabian Wegmann sowie Christian Knees angeführt wird. Auch Wegmann hat es trotz mehrfacher Anläufe bisher noch nicht auf das Podium seines Heimrennens geschafft – einzig bei der Premiere war er als Sieger der Sprintwertung erfolgreich. Das Team des dreifachen Deutschen Meisters, Garmin-Sharp, hat das Münsterland nicht in der Rennplanung berücksichtigen können. «Um so mehr freue ich mich, dass ich über den ,Umweg‘ Nationalmannschaft doch fahren kann», ließ Wegmann ausrichten. «Und wer mich kennt, der weiß, dass ich in meiner Heimat nicht einfach nur mitrollen werde.» Dass die Form stimmt, hatte der 34-Jährige zuletzt als Vierter beim World-Tour-Rennen GP Cycliste de Québec in Kanada bewiesen. Mit Christian Knees, unter Vertrag beim britischen Team Sky, startet ein weiterer der besten deutschen Profis ebenfalls im Nationaltrikot im Münsterland. Bis zum gestrigen Sonntag war der 32-Jährige noch bei der Spanien-Rundfahrt im Einsatz.

Komplettiert wird das Feld der nun voraussichtlich 22 Teams für den Sparkassen Münsterland Giro.2013 mit ausgewählten europäischen sowie den besten deutschen Teams der Kategorie «Continental». Eine Einladung haben das Rabobank Development Team mit dem Deutschen U23-Meister und Flandern-Rundfahrt-Sieger Rick Zabel, das Luxemburger Continental Team Leopard-Trek mit dem Bielefelder Daniel Klemme, das Cycling Team Team Jo Piels aus den Niederlanden, das Team Quantec - Indeland mit den beiden Lokalmatadoren Alexander Nordhoff (Beckum) und Daniel Westmattelmann (Ahlen/Münster), das Team NSP-Ghost das Team Tirol Cycling, das Team Heizomat, das Team Bergstrasse Jenatec, das LKT Team Brandenburg, das Team Stölting, das
rad-net ROSE Team und das Nutrixxion Abus bekommen.

Die namentlichen Meldungen der Teams für den Sparkassen Münsterland Giro.2013 wird in den kommenden Tagen veröffentlicht und aktualisiert. «Durch den engen Rennkalender der Mannschaften gibt es immer wieder noch Veränderungen, aber wir erwarten erneut ein erstklassiges Feld, das ein spannendes Rennen verspricht», so Bergmann. «Aber bei meiner Favoritenrolle bleibe ich – wer im Münsterland gewinnen will, muss zuerst den Kittel-Hattrick verhindern.»

Das Rennen der Profis am 3. Oktober startet in Beckum und führt nach einer Schleife durch den Süden des Kreises Warendorf über Liesborn, Wadersloh, Diestedde, Sünninghausen und Stromberg, die zwei Mal zu fahren ist, via Roland, Vorhelm, Sendenhorst, Everswinkel, Telgte, Ostbevern, Westbevern, Vadrup, Gelmer, Gimbte und Sprakel nach Münster. Dort sind im Finale nochmals drei Runden auf der 4,8 Kilometer langen Innenstadtschleife zu fahren.

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